Mikrobiologische & chemische Wasseranalytik
Qualifizierung von Geräten zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation
Validierung von Aufbereitungseinheiten
Hefe & Schimmelanalytik
Sanierungsbegleitung nach Wasserschäden
Mikrobiologische Prüfung von Raum- & Prozessluft
Partikelmessung in Raum- & Prozessluft
Mikrobiologische Prüfung von Reinräumen

Hygienezentrum Dr. Sturm GmbH
Gabrieler Straße 2/2
2340 Mödling
+43 2236 660349
office@hygienezentrum.at

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FN 419011v LG Wr. Neustadt

Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00

Coronavirus | COVID-19 | Maßnahmen

Angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um COVID-19, informieren wir Sie über die Sicherheitsmaßnahmen im Hygienezentrum Dr. Sturm. Neben dem Schutz der Gesundheit unserer MitarbeiterInnen und unserer Kunden, steht für uns die Aufrechterhaltung der Prüftätigkeiten im Mittelpunkt. Wir haben unsere Arbeitszeiten und Personalverfügbarkeiten einem strengen Regelwerk unterworfen, um Ihre Analytik sicher, zeitgerecht und normkonform abzuwickeln.

Probenanlieferung:
Die Probenanlieferung kann weiterhin stattfinden. Bitte platzieren Sie die Proben an den dafür vorgesehenen Plätzen in unserem Eingangsbereich. Nutzen Sie die zur Verfügung stehenden Desinfektionsmittelspender vor und nach Ihrem Besuch. Unsere MitarbeiterInnen sind im Umgang mit Desinfektionsmitteln, in allgemeinen Hygienebelangen, sowie in persönlicher Hygiene geschult. Bitte respektieren und befolgen Sie Ihre Anweisungen.

Kundentermine:
Durch entsprechende Einhaltung von Hygiene-Maßnahmen ist eine sichere Durchführung unserer Tätigkeiten möglich. Unsere MitarbeiterInnen sind im Umgang mit Desinfektionsmitteln, in allgemeinen Hygienebelangen, sowie in persönlicher Hygiene geschult.

Anfragen & Auskünfte:
Wir bleiben weiterhin telefonisch für Sie erreichbar, für Terminanfragen oder andere Informationen stehen wir Ihnen unter unserer 24h-Hotline +43 660 HYGIENE (+43 660 4944363) zur Verfügung.

Hilfestellung bei Hygienemaßnahmen

Sie benötigen Unterstützung oder Beratung bei der korrekten Anwendung von Hygienemaßnahmen zum Schutz Ihres Teams und Ihrer Kunden? Wenden Sie sich direkt an +43 660 1133333. Wir unterstützen Sie in dieser ungewohnten und herausfordernden Situation unbürokratisch mit unserem Fachwissen.

Beratung & Schulung zu den Themengebieten

  • Richtiger Einsatz und korrekte Anwendung von Desinfektionsmittel
  • Persönliche Schutzausrüstung
  • Oberflächendesinfektion
  • Händehygiene

Folgend fassen wir Ihnen ein paar Informationen hinsichtlich der hygienerelevanten Themengebiete zusammen. Viele dieser Hinweise betreffen allgemeine Hygienemaßnahmen, die auch abseits der aktuellen Krise die Gefahr von Infektionen mit unerwünschten Erregern vermindern können.

Anwendung von Schutzmasken

Drucken Sie unser Merkblatt zur korrekten Anwendung des Mund-Nasen-Schutzes aus und platzieren Sie sie an den erforderlichen Stellen, um eine korrekte und Anwendung sicherzustellen. Damit schützen Sie sich selbst und Ihre Mitmenschen vor Infektionen. Zum Download auf das Bild klicken.

Durch filtrierende Halbmasken (FFP) kann eine Reduktion infektiöser Aerosole in der eingeatmeten Luft um bis zu 92% bei FFP2- und bis zu 98% bei FFP3-Masken erreicht werden.

Der Atemschutz muss dicht an der Haut anliegen. Der Atemschutz funktioniert nur, wenn die Luft durch den Filter eintritt. Luft nimmt den Weg des geringsten Widerstands. Ohne Abdichtung am Gesicht strömt die Luft um den Atemschutz statt durch den Atemschutz. Es wird darauf hingewiesen, dass beim Tragen eines Bartes im Bereich der Dichtlinie von Atemschutzgeräten die erwartete Schutzwirkung wegen des schlechten Dichtsitzes nicht zu erreichen ist. In der Regel stellt das Tragen einer gut angepassten FFP2-Maske einen geeigneten Schutz vor infektiösen Aerosolen, einschließlich Viren dar, da davon ausgegangen werden kann, dass diese an kleinste Tröpfchen oder Tröpfchenkerne gebunden sind.

Hinweise zum korrekten Sitz von FFP-Masken
Prüfung mit Überdruck: nach dem Anlegen der partikelfiltrierenden Halbmaske ist das Ausatemventil (sofern vorhanden) zu verschließen. Durch leichtes Ausatmen der Luft entsteht in der Maske ein spürbarer Überdruck. Bei Ausströmen von Luft über den Dichtrand muss die Maske neu angepasst werden. Ist ein Verschließen des Ausatemventils nicht möglich, kann diese Methode nicht angewendet werden.
Prüfung mit Unterdruck: Die partikelfiltrierende Halbmaske ist mit beiden Händen zu umschließen. Durch tiefes Einatmen und Anhalten der Luft entsteht in der Maske ein Unterdruck. Bei Einströmen von Luft über den Dichtrand muss die Maske neu angepasst werden.

Für den Fall, dass während einer Pandemie FFP-Masken nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen und nur die Möglichkeit besteht, auf bereits benutzte Masken zurückzugreifen, können diese ausnahmsweise unter folgenden Bedingungen auch mehrfach, jedoch längstens über eine Arbeitsschicht, eingesetzt werden:

  • vor und nach dem Absetzen der Maske sind die Hände zu desinfizieren, Kontaminationen der Innenseite sind zu vermeiden,
  • die Maske wird nach Gebrauch trocken an der Luft aufbewahrt (nicht in geschlossenen Behältern!) und
  • die Maske wird anschließend vom selben Träger benutzt (der Zugriff durch andere Personen muss ausgeschlossen sein).

Auszug aus:
Beschluss des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) – Beschluss 609
Arbeitsschutz beim Auftreten einer nicht ausreichend impfpräventablen humanen Influenza
vom Juni 2012

Die Wiederverwendung von FFP-Masken bzw. von MNS erfordert eine sichere Handhabung. Bei Nichteinhaltung steigt das Infektionsrisiko für Beschäftigte. Bitte beachten Sie, dass die folgend beschriebenen Maßnahmen zur Wiederverwendung daher nur auf ausgerufene Notfallsituationen anzuwenden sind, wenn FFP-Masken und/oder MNS nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen.

Diese Empfehlung ist auf Anfrage des Bundesministeriums für Gesundheit (Deutschland) vom Robert Koch-Institut (RKI) in Abstimmung mit dem Ad-Hoc-Arbeitskreis zum SARS-CoV2 des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Deutschland) erstellt worden.

Basishygiene | Händehygiene

Hand hygiene in non−health care settings is one of the most important measures that can be used to prevent COVID-19 infection. In homes, schools and crowded public spaces − such as markets, places of worship, and train or bus stations − regular handwashing should occur before preparing food, before and after eating, after using the toilet or changing a child’s diaper and after touching animals. Cleaning hands with soap and water or an alcohol-based hand rub should be performed.

Hand hygiene is extremely important.

Auszug aus:
World Health Organization 2020
Water, sanitation, hygiene and waste management for the COVID-19 virus
vom 3. März 2020

Die hygienische Händedesinfektion gilt weltweit als die wirksamste Einzelmaßnahme zur Unterbrechung von Infektionsketten in Gesundheitseinrichtungen ebenso wie in Pflegeeinrichtungen […]. Daher muss bei möglicher und tatsächlicher Kontamination eine hygienische Händedesinfektion durchgeführt werden, um die Weiterverbreitung der Erreger zu verhindern.

Ziel der hygienischen Händedesinfektion ist die schnelle ausreichende Reduktion der transienten Flora (nicht zur eigenen Hautflora gehörend), so dass von den Händen nach bekannter oder vermuteter Kontamination kein Risiko der Weiterverbreitung von potentiell pathogenen Erregern ausgeht.

Auszug aus:
Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI)
Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens
vom September 2016

Drucken Sie unsere Merkblätter und platzieren Sie sie an den erforderlichen Stellen, um eine korrekte und umfassende Händehygiene sicherzustellen. Damit schützen Sie sich selbst und Ihre Mitmenschen vor Infektionen. Zum Download auf das jeweilige Bild klicken.

Verwendung von Einmal-Handschuhen
Nicht-sterile Einmalhandschuhe werden zur Vermeidung der Kontamination der Hände des Personals verwendet […]. Hierzu gehört auch der Handkontakt zu Geräten, Instrumenten oder Oberflächen, die sichtbar oder wahrscheinlich mit bestimmten Krankheitserregern kontaminiert sind. Einmalhandschuhe haben sich als effektiv erwiesen, die Übertragung von Erregern, die durch Kontakt weiterverbreitet werden, zu reduzieren. Einmalhandschuhe stellen aber nur eine relative und keine absolute Barriere für Krankheitserreger dar. Das Tragen von Einmalhandschuhen ersetzt nicht die Notwendigkeit zur Händedesinfektion. Nach Ablegen der Einmalhandschuhe ist stets eine Händedesinfektion erforderlich, da es durch Leckagen und beim Prozess des Ablegens der Handschuhe zur Kontamination der Hände kommen kann. Einmalhandschuhe werden somit nicht anstelle, sondern zusätzlich zur Händedesinfektion eingesetzt.

Anmerkung: Die Handschuhe sind so auszuziehen, dass die Handschuhinnenfläche nach außen gedreht wird und ein Handschuh mit dem anderen umhüllt wird.

Auszug aus:
Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI)
Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten
vom Oktober 2015

Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen

Welche viruswirksamen Desinfektionsmittel sollten in Gesundheitseinrichtungen eingesetzt werden und in welcher Liste finde ich das passende Desinfektionsmittel?

Mitteilung des „Fachausschusses Virusdesinfektion“ der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e. V. und der Gesellschaft für Virologie e. V.

Wirkbereich „begrenzt viruzid“ für Isopropanol 70 Vol.% zur hygienischen Händedesinfektion
Für Isopropanol 70 Vol.% (Propanol-2 70 % (V/V)) wird in der Liste der geprüften und anerkannten Mittel und Verfahren gemäß §18 Infektionsschutzgesetz für die hygienische Händedesinfektion (Tabelle 3) zusätzlich der Wirkbereich „begrenzt viruzid“ mit einer Einwirkzeit von 30 s eingetragen. Diese Angabe gilt für Lösungen von Propanol-2 70 % (V/V) nach Standardzulassung Lfd. Nr. 25, Zulassungsnummer ZNR 1599.98.99.

RKI – Mitteilung vom 12.3.2020 

Anmerkung
Auch ein “Verdachtsfall” sollte gemäß Risikoanalyse bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses gemäß den unten angeführten Empfehlungen behandelt werden. Diese Maßnahmen sind in angepasster Form auch zur allgemeinen Infektionsvermeidung in (Hoch-)Risikobereichen zielführend.

Empfehlungen des Robert Koch-Institutes zu Hygienemaßnahmen (Patienten mit Infektion)
Zur Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich “begrenzt viruzid” (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden. Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie “begrenzt viruzid PLUS” oder “viruzid” können ebenfalls verwendet werden. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

  • Tägliche Wischdesinfektion der patientennahen (Handkontakt-) Flächen (z.B. Nachttisch, Nassbereich, Türgriffe) mit einem Flächendesinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit (s. oben).
  • Bei Bedarf sind die Desinfektionsmaßnahmen auf weitere kontaminationsgefährdete bzw. kontaminierte Flächen auszudehnen.
  • Alle Medizinprodukte mit direktem Kontakt zum Patienten (z.B. EKG-Elektroden, Stethoskope, etc.) sind patientenbezogen zu verwenden und müssen nach Gebrauch desinfiziert werden. Bei Transport in einem geschlossenen, außen desinfizierten Behälter ist eine zentrale Aufbereitung möglich. Thermische Desinfektionsverfahren sollten wann immer möglich bevorzugt angewendet werden. Ist dies nicht möglich, sollen Desinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit (s. oben) verwendet werden. Siehe auch KRINKO-BfArM-Empfehlung „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten“.
  • Geschirr kann in einem geschlossenen Behältnis zur Spülmaschine transportiert und wie im Krankenhaus üblich gereinigt werden.
  • Wäsche/Textilien können einem desinfizierenden Wäschedesinfektionsverfahren gemäß RKI-Liste zugeführt werden. Als Taschentücher sollen Einwegtücher Verwendung finden.
  • Für Betten und Matratzen werden wischdesinfizierbare Überzüge empfohlen.

Das Coronavirus in der Küche

Kann das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 in Kantinen und anderen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung über Geschirr und Besteck übertragen werden?
Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Besteck oder Geschirr gelangen und auf diesen festen Oberflächen eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion erscheint dann möglich, wenn das Virus über das Besteck oder über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird. Dem BfR sind jedoch bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über diesen Übertragungsweg bekannt.

Wird das Virus durch Spülen mit der Hand oder in der Geschirrspülmaschine inaktiviert?
Als behüllte Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht (Lipidschicht) umhüllt ist, reagieren Coronaviren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole oder Tenside, die als Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln enthalten sind. Wenngleich für SARS-CoV-2 hierfür noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere auch dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird.

Sind besondere Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich des Geschirrs oder Bestecks in Einrichtungen der Altenpflege notwendig?
Alle üblichen Maßnahmen und Verhaltensregeln zum Schutz vor Noroviren oder Grippeviren in Einrichtungen der Altenpflege helfen auch gegen eine Übertragung von SARS-CoV-2.

Auszug aus:
Bundesinstitut für Risikobewertung (http://www.bfr.bund.de)
Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Spielzeug übertragen werden?
vom 13. März 2020

Das Coronavirus im Wasser

Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass von Wasser keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus ausgeht. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel bzw. über Trinkwasser/Leitungswasser oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Eine gesonderte Wasserbevorratung ist deshalb nicht erforderlich. Das Leitungswasser kann somit ohne Bedenken konsumiert werden.

Auszug aus:
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung | Abteilung GS2 – Umwelthygiene
Coronavirus – Hinweise für Wasserversorger
vom 13. März 2020

Das Coronavirus in der Luft und auf Oberflächen

Können Coronaviren außerhalb menschlicher oder tierischer Organismen auf festen und trockenen Oberflächen überleben und infektiös bleiben?
Die Stabilität von Coronaviren in der Umwelt hängt von vielen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberfläche sowie vom speziellen Virusstamm und der Virusmenge ab. Im Allgemeinen sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis einigen Tagen. Für das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zeigen erste Laboruntersuchungen laut einem Preprint-Artikel (eine Veröffentlichung, die noch nicht durch ein in der Wissenschaft übliches Peer-Review-Verfahren geprüft wurde), dass es nach starker Kontamination bis zu 3 Stunden als Aerosol, bis zu 4 Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu 2-3 Tagen auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben kann.

Können Coronaviren über das Berühren von Türklinken übertragen werden?
Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Türklinken gelangen und eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleim-häute des Mund- und Rachenraumes  der die Augen übertragen wird. Deshalb ist eine gute Händehygiene mit regelmäßigem Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht wichtig.

Auszug aus:
Bundesinstitut für Risikobewertung (http://www.bfr.bund.de)
Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Spielzeug übertragen werden?
vom 17. März 2020

HCoV-19 (SARS-2) has caused >88,000 reported illnesses with a current case-fatality ratio of ~2%. Here, we investigate the stability of viable HCoV-19 on surfaces and in aerosols in comparison with SARS-CoV-1. Overall, stability is very similar between HCoV-19 and SARS-CoV-1. We found that viable virus could be detected in aerosols up to 3 hours post aerosolization, up to 4 hours on copper, up to 24 hours on cardboard and up to 2-3 days on plastic and stainless steel. HCoV-19 and SARS-CoV-1 exhibited similar half-lives in aerosols, with median estimates around 2.7 hours. Both viruses show relatively long viability on stainless steel and polypropylene compared to copper or cardboard: the median half-life estimate for HCoV-19 is around 13 hours on steel and around 16 hours on polypropylene. Our results indicate that aerosol and fomite transmission of HCoV-19 is plausible, as the virus can remain viable in aerosols for multiple hours and on surfaces up to days.

Auszug aus:
Experten des US-Gesundheitsinstituts NIH und der Seuchenschutzbehörde CSC
Aerosol and surface stability of HCoV-19 (SARS-CoV-2) compared to SARS-CoV-1
vom 9. März 2020

Raumlufttechnische Anlage/Lüftung
Risiken durch raumlufttechnische Anlagen, durch die eine Verbreitung des Erregers in Aerosolen auf andere Räume möglich ist, sind vor Ort zu bewerten und zu miniminieren.

Trinkwasser – Installationen

Warum sollten Sie Maßnahmen bei einer temporär stark reduzierten Wasserentnahme, zum Beispiel aufgrund Schließung der Einrichtung treffen?

Durch entsprechende Maßnahmen können Sie Ihr Warmwassersystem auf Stagnation durch reduzierte Wasserentnahme vorbereiten und entsprechend reagieren. Damit können Sie unerwünschtes Bakterienwachstum während, und nach der Wiederinbetriebnahme verhindern sowie einen hygienischen Betriebszustand sicherstellen. Durch Stagnation kann es zu Korrosion, Belagsbildung und Biofilmbildung kommen, durch entsprechende Maßnahmen soll dies minimiert werden.

Die ÖNORM B 5019:2020 „Hygienerelevante Planung, Ausführung, Betrieb, Überwachung und Sanierung von zentralen Trinkwasser-Erwärmungsanlagen“ gibt 2 Möglichkeiten zum Umgang bei reduziertem Wasserverbrauch.

  1. Regelmäßiges Spülen

Der Weiterbetrieb des Gebäudes wird durch regelmäßiges Spülen von Warmwasser und Kaltwasser simuliert. Bereits ab 4 Tagen mit stark reduziertem Wasserverbrauch sollte mindestens 2 x / Woche das gesamte System gespült werden. Der Warmwasserspeicher sollte permanent auf der vorgesehenen Betriebstemperatur gehalten und eine vorhandene Zirkulation nicht abgeschaltet werden.

Öffnen Sie den Warmwasserauslass und lassen Sie das Wasser bis zur Temperaturkonstanz (sollte > 55°C) laufen.

Danach schließen Sie den Warmwasserauslass und spülen sie mit Kaltwasser. Achten Sie darauf, dass das Wasser deutlich unter 20°C erreicht und spülen sie mit dem kalten Wasser ausgiebig. Es sollte in einem Zyklus das gesamte stehende Kaltwasser ausgetauscht werden.

Achten Sie darauf, dass Sie planmäßig vorgehen und regelmäßig alle Endstränge und Stichleitungen spülen. Vorzugsweise ist jeder mögliche Wasserauslass in diesem Spülprogramm eingebunden.

  1. Bewusste Stagnation

Hier wird für die Zeit des reduzierten Wasserverbrauchs bewusst die Folgen einer Stagnation in Kauf genommen und vor der Wiederinbetriebnahme entsprechende „sanierende“ Maßnahmen gesetzt.

Ja nach Risikogruppe, Dauer der Stagnation und ob der Warmwasserbereiter in Betrieb bleibt ist unterschiedlich vorzugehen. Die Maßnahmen sind nicht detailliert beschrieben, da der tatsächliche Aufwand an Spülungen sehr vom System abhängt. Eine einmalige Spülung vor Wiederinbetriebnahme kann bei dieser Vorgehensweise eine einwandfreie mikrobiologische Wasserqualität nicht sicherstellen.

Das Verfahren unterscheidet zunächst nach Dauer der Unterbrechung (kürzer oder länger als 10 Wochen), bzw. ob ein Dauerbetrieb der Zirkulationspumpe oder ein Abschalten der Warmwasserbereitung und der Zirkulationspumpe erfolgt. Anschließend wir ein Wasseraustausch des Warmwassers und des Kaltwassers gefordert. Abhängig von der Risikogruppe ist gegebenenfalls vor Inbetriebnahme eine mikrobiologische „Erstuntersuchung“ der Wasserqualität erforderlich.

Bei Unterbrechung länger als 10 Wochen und Abschaltung von Warmwasserbereiter und Zirkulationspumpe (ACHTUNG: wird von der Norm nicht empfohlen) sollte das System entleert und mit Stickstoff gefüllt werden.

Bitte beachten Sie, dass die ÖNORM B 5019 nur die mikrobiologische Qualität des erwärmten Trinkwassers berücksichtigt. Das kalte Trinkwasser bzw. eine mögliche Korrosion werden nicht bewertet. Bei Stagnation von Wasser in Wasserleitungen (wie bei diesem in der Norm beschriebenen Verfahren) kann es, je nach chemischer Zusammensetzung, zu Korrosion und/oder Ausfällungen im System kommen.

Es ist daher erfahrungsgemäß davon auszugehen, dass bei einer Wiederinbetriebnahme nach Stagnation ein wesentlich intensiveres Spülen der Auslässe oder weitere Sanierungsmaßnahmen erforderlich sein können.

DI Eduard Taufratzhofer, Gutachter für Trinkwasser gemäß §73 LMSVG
Technischer Leiter, Hygienezentrum Dr. Sturm GmbH

und Dr. Arno Sorger, Gutachter für Trinkwasser gemäß §73 LMSVG
Spülung von Hauswasserinstallationen
vom 23.03.2020

Der Verein Forum Wasserhygiene listet in seinem Informationsblatt vom 22.03.2020 folgende Praxistipps zum Umgang mit Trinkwasser-Installationen bei Betriebsunterbrechungen auf:

  • Warmwasserspeicher sollten permanent auf der vorgesehenen Betriebstemperatur gehalten und eine vorhandene Zirkulation nicht abgeschaltet werden.
  • Tägliche Spülung mit Kaltwasser in allen an Strangenden befindlichen Zimmern, bis kaltes Wasser aus der Armatur fließt. Dadurch strömt frisches Kaltwasser in das System und verhindert einen übermäßigen Temperaturanstieg der Kaltwasserleitung durch Nichtnutzung.
  • Spülen aller Zimmer nach spätestens 72 Stunden mit Mischwasser, um so für einen Wasseraustausch im Kalt- und Warmwasser bis zu den Armaturen zu sorgen. Wenn Sie spätestens alle 72 Stunden nach dem Rechten sehen, bleibt auch Ihr Versicherungsschutz betreffend Wasserschäden aufrecht.
  • Heißwasserspülung mit 70 °C für ca. 3 Minuten oder 65 °C für ca. 10 Minuten vor der Wiederinbetriebnahme: Bei Spülungen mit diesen Temperaturen werden insbesondere Legionella und Pseudomonas aeruginosa abgetötet. Bei diesen Temperaturen besteht aber auch die Gefahr von Verbrühungen, achten Sie daher bitte auf die Arbeitssicherheit!
  • Vor der Nutzung sollte eine mikrobiologische Beprobung erfolgen, um nachzuweisen, dass Ihr System mikrobiologisch unbedenklich ist und alle normativen Anforderungen eingehalten werden.

Hygienezentrum Dr. Sturm GmbH
Gabrieler Straße 2/2
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+43 2236 660349
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Geschäftsführender Gesellschafter: Philipp Hinteregger
Geschäftsführender Gesellschafter: Dr. Michael Sturm

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Dr. Michael Sturm – Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger